Hochstraße 120

Neuer Blickfang in Burbach

Siedlungsgesellschaft lässt Fassade von jungen Künstlern gestalten

Bei der Saarbrücker gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft stand für dieses Jahr die Dach- und Fassadensanierung des Mehrfamilienhauses in der Hochstraße 120 in Burbach auf dem Programm. Inspiriert von gestalteten Hauswänden in der Stadt, entschloss man sich, die große Giebelseite des Gebäudes für Graffiti-Kunst zur Verfügung zu stellen.

Hochstraße 120 Burbach, Giebelgestaltung - Foto: SGS

Hochstraße 120 Burbach, Giebelgestaltung - Foto: SGS

Hochstraße 120 Burbach, Giebelgestaltung - Foto: SGS

Für die Umsetzung kam die Siedlung auf den Verein „Label m“, die in vielen Projekten schon von sich Reden gemacht haben. Nach einem ersten Briefing im Frühjahr war man sich einig, dass die prominente Lage dieser Giebelwand eine Hommage an den Stadtteil werden sollte. Thomas Langhammer und Gisela Zimmermann von „Label m“ wussten schnell, welche jungen Künstler dieses Projekt umsetzen können. Bei der Entwurfspräsentation herrschte dann auch schnell Einigkeit über das Motiv, dass nach dem Abbau des Gerüsts demnächst die Bewohner und Besucher des Stadtteils begrüßt.

Umgesetzt wurde das Wandbild von Paul Grodhues, Saskia Kassell, Jonas Mayer, Lucien Schmidt-Berteau und Leon Strack. Die Fünf sind zwischen 18 und 24 Jahren und harmonieren ganz hervorragend miteinander. Anders wäre die Umsetzung wohl auch schwierig geworden. Zentrales Element ist ein überdimensionaler Stahlgießer beim ausgießen flüssigen Stahls. Um ihn herum gruppieren sich Motive wie eine stilisierte Burbacher Ansicht, Güterzüge und Bahngleise sowie Zahnräder, Gewerbebauten im Grünen als zentrales Element der Gegenwart und natürlich die Saar. Aufgegriffen wird zudem auch die Skulptur aus dem benachbarten Verkehrskreisel, so dass sich an diesem Standort wieder eine ganz neue, moderne und urbane Eingangssituation ergibt.

Der durchweg positive Zuspruch der Hausbewohner und vieler Fußgänger lässt den Schluss zu, dass dieses Experiment bei einer Fassadengestaltung absolut gelungen ist und an passender anderer Stelle im Immobilienbestand der Siedlung Chancen auf eine Wiederholung hat. Von Seiten der Siedlung ist man jedenfalls schon dabei, geeignete Flächen zu identifizieren, um eine künstlerische Fassadengestaltung bei zukünftigen Sanierungen in die Planung miteinfließen zu lassen.